Samstag, 5. März 2016

Das Heckendesaster


Nach einer mittelprächtigen Arbeitswoche freute ich mich gar sehr auf meinen Herzensort. Endlich in Ruhe gärtnern, den Vögeln beim Zwitschern zuhören und die Sonne genießen. So zumindest war der Plan. Im Garten angekommen nahm ich heute mitsamt der Schere den Paradiesgarten in Angriff. Ich hatte mich noch nicht warm geschnitten, da ging es los. Der Nachbar sägte mit der Kreissäge, der übernächste Nachbar mit der Kettensäge. Auch die Mittagszeit ließ die Herren kalt - stundenlang. Wie habe ich das verdient? Na gut ich verlegte meine ganze Energie in die Rückschnittarbeit und da kam sie wieder in mein Blickfeld, meine Hecke rund um den Paradiesgarten. 2010 mit umgebender Buchsbaumhecke angelegt, machte diese mir bald Sorgen, wollte nicht wie ich wollte, wurde vom Pilz befallen, so dass ich Angst um versammelten Buchsbaumbestand bekam und einen Teil der Hecke kurzer Hand entsorgte. Als Ersatz pflanzte ich die Heckenkirsche, ein angepriesener Buchsbaumersatz die zugegebener Maßen auch grün und kleinblättrig ist, die man aber öfter schneiden muss um sie in Form zu halten und die komplett anders wächst als so ein Buchsbaum. Jetzt wo alle trockenen Staudenreste entfernt sind, sieht man wie dämlich dieser Unterschied ist. Der Buchsbaumteil ist geradezu stattlich herangewachsen, die Heckenkirsche dagegen dümpelt und ist so gar nicht gesund und grün über den letzten Winter gekommen. Was soll ich nur tun und warum überhaupt war ich damals so voreilig mit dem Rausschmiss? Ich glaube ich muss mich von der Heckenkirsche trennen... aber wie soll ich gestalterisch mit diesem Desaster umgehen, hat jemand ne Idee?

Kommentare:

  1. Liebe Annette,
    ja ich glaube gern, dass dein Heckendesaster ein großes Problem für dich darstellt. Ich kämpfe auch seit dem letzten Frühjahr um meine Buchsbaumhecke und möchte sie nur ungern entfernen. Ich hätte auch keine Alternative dazu. Ich hatte es ja nochmal mit Flicken versucht und habe eine andere Sorte genommen, mit der ich an anderer Stelle gute Erfahrungen gemacht hatte. Im Moment sieht die Hecke ganz gut aus, wenn sich auch der andere Buchsbaum, besonders jetzt im Winter farblich etwas vom anderen unterscheidet.
    Das einzige was ich mir vorstellen könnte, wäre Ilex crenata "Dark Green". Das sieht dem Buchsbaum sehr ähnlich, aber leider habe ich selber damit noch keine Erfahrungen gemacht. Ich hoffe es kann dir hier noch jemand weiter helfen mit einer Idee.
    Viele Grüße Doris

    AntwortenLöschen
  2. Die Heckenkirsche bringt hier wirklich nicht die gewünschte Formschnittwirkung. Inzwischen werden massenhaft Pflanzen als Buchsalternative angepriesen, aber ich finde, der Buchs ist optisch einfach nicht zu ersetzen.
    Meine handvoll Buchs ist auch nicht wirklich gesund, trotz Pflanzenstärkung. In diesem Jahre werde ich noch Siapton zur Stärkung ausprobieren, und wenn das nicht den gewünschten Erfolg bringt, fliegt der Buchs (8 Kugeln + 4 m Hecke) komplett raus.
    Zum Test habe ich vor 3 Jahren 3 m Eibenhecke und 1 Kugel gepflanzt, von deren Entwicklung ich positiv überrascht bin. Wenn ich meinen Buchs ersetzen muss, werde ich auf jeden Fall Eiben nehmen.
    Es gibt Sorten, die langsamer wachsen und nicht so groß werden. Ich habe aber ganz normale Eiben genommen und schneide sie 2 - 3 mal im Jahr so nierdrig, wie ich sie möchte.
    In meinem aktuellen Post sieht man das kurze Stück Eibenhecke auf dem eberen Foto. Leider ist ausgerechnet dadrauf mein Copyright-Zeichen, aber vielleicht kannst du was erkennen.
    Liebe Grüße!

    AntwortenLöschen
  3. Hallo Annette,
    ich habe ein Stückchen Lonicera-Hecke, das wirklich verdammt nach Buchs aussieht. Vielleicht gibt es auch Unterschiede bei den Sorten, dass manche mehr zu diesen langen Auslegern neigen. Die muss man wirklich oft zurückschneiden, aber dann wirkt sie auch so schön kastig wie Buchs.
    VG
    Elke

    AntwortenLöschen
  4. Da kenne ich mich nicht aus, Annette. Ich weiß nur, wenn der Buchs hier krank wird, fliegt er sofort raus. Und was ich danach mache, weiß ich nicht.

    Sigrun

    AntwortenLöschen
  5. Liebe Annette, was hältst du von Berberitze atropurpurea nana als Heckenpflanze an der Stelle. Nicht ganz billig, aber erhältlich. Es würde m.E. gut zu deiner Blutbuchenhecke(war doch eine?!) passen und das Pieks der Berberitze zu den Rosen;-). Ich hatte meine mal radikal zurückgeschnitten, ohne dass sie es mir übel nahmen.
    Keine leichte Entscheidung, ich bin gespannt, wie du das Problem löst.
    LG
    Ute

    AntwortenLöschen
  6. Ohje, so einen wirklichen Tipp hab ich auch nicht.
    Aber ich würde sie auch herausnehmen.
    Die Lonicera-Hecke gefällt mir persönlich ganz gut.
    Wenn unser Buchs was haben sollte - würde ich diese pflanzen.
    Aber vielleicht solltest du wirklich rundherum alles
    neu machen. Also den Buchs lieber verpflanzen und
    woanders verwenden und irgendeinen Buchsersatz um das gesamte
    Bett pflanzen. Ist gleichmäßiger und sieht bestimmt besser
    aus. Die Unterschiede sieht man sonst wohl auch wieder.
    Ganz viele liebe Grüße
    sendet dir die Urte :-)

    AntwortenLöschen
  7. Hallo Annette,
    Buchs ist doch irgendwie einzigartig. Ich sammle seit zwei Jahren eifrig Raupen von meinem Buchs,weil ich einfach nicht aufgeben möchte...
    Wobei ich die neue Einfassung nicht so schlecht finde, nur vom Wuchs her eben anders...
    Ich würde mich für eins von beidem entscheiden und dann einheitlich ersetzen...

    Lavendel wäre auch eine Heckenalternative, aber dann müsstest Du alles nochmal rauswerfen :-(

    Rosige Grüße und ich bin gespannt wie es mit deiner Hecke weitergeht...
    Christine

    AntwortenLöschen
  8. Hm...schwierige Frage, da zur einen Seite der Buchs tiefgrün prunkt und zur anderen Seite die Lonicera mickert. Vielleicht öfters schneiden? Bis meine aus Stecklingen gezogene Lonicerahecke gleich hoch wie der Buchs war, zogen 3 Jahre und viele Schnittdurchgänge ins Land. Welche Sorte ist es denn? Ich habe mit lonicera nitida maigrün nur die besten Erfahrungen als Buchsersatz gemacht. Seit 7 Jahren habe ich sowohl kranken , wie gesunden Buchs und die Lonicerahecke als Beeteinfassung bei mir im Garten. Die Lonicerahecke schneide ich 4-5 mal pro Jahr, damit sie so dicht und gleichmässig aussieht wie Buchs. Nur nach einem sehr strengen Winter hat sie manchmal Kahlstellen, die dann aber zügig wieder austreiben. Den kranken Buchs halte ich mit Asche streuen (Holzasche vom Ofen) und regelmässigem Giessen von EM (effektiven Mikroorganismen) in Schach. Ich rode schon längst nicht mehr wegen dem Pilz. Beim Schnitt übergiesse ich die Klinge der Heckenschere mit kochendem Wasser, um die Pilzsporen abzutöten, bevor ich den gesunden Buchs schneide! Wie gesagt, bei mir wütet der Pilz seit 7 Jahren. Ich rode nur komplett blattlose Pflanzen, was in all den Jahren nicht so oft der Fall war.

    Lg Carmen

    AntwortenLöschen
  9. Ich habe eine Lonicera nitida maigrün-Hecke. Es heißt, es will eine werden. Sie sieht aus wie deine. Da ich aber wunderschöne kleine Hecken aus den gleichen Pflanzen gesehen habe, denke ich, es dauert einfach noch. Irgendwann wird sie sich fügen und zur Hecke werden.
    LG Sanspareil

    AntwortenLöschen